Wenn Sie nicht in den Nachrichten darüber lesen, ist es dann wirklich passiert? Jedes Jahr sind Millionen von Menschen auf der ganzen Welt von humanitären Krisen betroffen. Von Natur-katastrophen bis hin zu Konflikten und Vertreibung - manche Krisen machen Schlagzeilen, andere nicht.

Für eine 10-teilige digitale Veranstaltungsreihe hat sich CARE mit der Friedrich-Naumann-Stiftung zusammengetan. Der jährlich erscheinende CARE "Suffering in Silence" beleuchtet die zehn Krisen, die 2021 am wenigsten Aufmerksamkeit bekamen. Gemeinsam werfen wir ein Schlaglicht auf jede Krise und geben Raum für Diskussionen. Alle zwei Wochen Montags (exklusive Feiertage) diskutieren Expert:innen von vor Ort gemeinsam mit einer Moderatorin die Herausforderungen der Krise, die Besonderheiten des jeweiligen Landes und was getan werden muss. Die Veranstaltungsreihe findet in englischer Sprache statt.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit bietet auf Grundlage der Idee des Liberalismus Angebote zur Politischen Bildung in Deutschland und in aller Welt.

Termine im Überblick

Die Veranstaltungen im Überblick:

Mo, 07. März 2022 (17-18 Uhr) – Malawi

Beschreibung: Während es die Industrienationen sind, die die Klimakrise verschärfen, sind es einkommensschwache Länder wie Malawi, die unter den Folgen leiden. Extreme Wetterereignisse wie Dürren, Überschwemmungen und Erdrutsche gehören zum Alltag der Menschen in Malawi und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich an Häufigkeit und Schwere zunehmen. Wir laden Sie hiermit ein, an unserer Diskussion mit internationalen Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teilzunehmen.

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17:00 Uhr - Begrüßung & Einführung
Britta Sophie Weck
Interkultureller Coach und Moderatorin

17:05 Uhr - Impulse

17:10 Uhr - Diskussion

Clement G. J. Stambuli
Ehemaliger Minister der malawischen Regierung und Abgeordneter; Landesdirektor Malawi, World Tourism Forum Institute; Schatzmeister, Africa Liberal Network (ALN)

Amos Zaindi
Landesdirektor, CARE Malawi

Moderation:
Britta Sophie Weck

18:00 Uhr - Ende der Diskussion

Mo, 21. März 2022 (17-18 Uhr) – Zentralafrikanische Republik

Durch einen Bürgerkrieg kommt das Land seit Jahren nicht zur Ruhe: Innerhalb der Zentralafrikanischen Republik sind mehr als 700.000 Menschen auf der Flucht. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder. Knapp die Hälfte der Bevölkerung hat keine Möglichkeit, sich ausreichend zu ernähren. Die Lebenserwartung liegt bei gerade mal 53,3 Jahren und ist damit auf dem niedrigsten Wert weltweit. Trotzdem wird kaum über das Land berichtet.

Mehr Infos über die Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Mo, 04. April 2022 (17-18 Uhr) – Guatemala

Obwohl rund 3,3 Millionen Menschen in Guatemala auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, hört und liest man über das Leid in dem zentralamerikanischen Land nur wenig. Guatemala gilt als eines der gefährlichsten Länder weltweit, insbesondere für Frauen, und oftmals wird der Zugang zu Hilfsleistungen mit Gewalt verhindert. Zwei Drittel der Menschen leben bereits unterhalb der Armutsgrenze. Hinzu kommt, dass Guatemala besonders anfällig für Naturkatastrophen ist – langanhaltende Dürren und sintflutartige Regenfälle sorgen immer häufiger für Ernteausfälle. Eine dramatische Situation, von der Weltöffentlichkeit vergessen.

Mehr Infos über die Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Mo, 02. Mai 2022 (17-18 Uhr) – Honduras

Eine karibische Küste im Norden und ein Strand am Pazifik im Süden: Was nach dem Ziel für einen Traumurlaub klingt, ist für knapp zehn Millionen Menschen eine Heimat, in der sie ums Überleben kämpfen. Knapp ein Drittel der Bevölkerung in Honduras ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Einem Großteil der Menschen fehlt es an Nahrung. Laut einer Studie aus dem Jahr 2020 leben rund 70 Prozent der Menschen in Honduras in Armut. Viele sehen in ihrer Heimat daher keine Perspektive mehr und fliehen auf der Suche nach einer besseren Zukunft und einem geregelten Einkommen in Richtung USA. Es sind Hunderttausende, die sich meist zu Fuß quer durch Mittelamerika auf den Weg machen.

Mehr Infos über die Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Mo, 16. Mai 2022 (16-17 Uhr) – Kolumbien

Seit 2016 herrscht in Kolumbien Frieden. Nach fünf Jahrzehnten Bürgerkrieg ist das Land etwas zur Ruhe gekommen. Auch wirtschaftliche Fortschritte sind in den vergangenen Jahren deutlich erkennbar. Dennoch bleibt die humanitäre Situation besorgniserregend. In einigen entlegenen und ländlichen Regionen des Landes gibt es weiter Gewalt und schwelende Konflikte. Die COVID-19-Pandemie hat zudem landesweit eine Rezession ausgelöst. Ernährungsunsicherheit ist die Folge. Besonders betroffen sind neben indigenen Gruppen auch Vertriebene innerhalb des Landes und die über 1,8 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland Venezuela.

Mehr Infos über die Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Mo, 30. Mai 2022 (16-17 Uhr) – Burundi

Burundi findet sich erneut auf der CARE-Liste der medial wenig beachteten Krisen. Im vergangenen Jahr stand das ostafrikanische Land auf Platz 1. Seit der ersten Publikation von „Suffering in Silence“ vor vier Jahren war es mit nur einer Ausnahme jedes Jahr in den Top 10. Extremwetterereignisse, politische Unruhen, Fluchtbewegungen und Hunger: Die Menschen in Burundi müssen vielen Herausforderungen trotzen. Und dennoch hört man wenig über dieses Land.

Mehr Infos über die Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Mo, 13. Juni 2022 (16-17 Uhr) – Niger

Hitze und Sand: Das Land Niger im Sahel ist von Trockenheit geprägt. Über Jahrhunderte reichte das, was der Boden hergab, knapp zum Überleben. Doch das ist nun zu Ende. Die Klimakrise bedroht die Existenz der Menschen in Niger. Überschwemmungen und Dürren zerstören die Lebensgrundlage. Konflikte machen ganze Regionen unsicher. 2,9 Millionen Menschen sind in dem westafrikanischen Staat auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Mehr Infos über die Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Mo, 27. Juni 2022 (16-17 Uhr) – Simbabwe

Eine traurige Premiere: Simbabwe ist zum ersten Mal in den Top 10 der vergessenen Krisen gelistet. Das Binnenland im Süden Afrikas ist vielen für sein beeindruckendes Naturschauspiel, die Victoria Wasserfälle, bekannt. Weit weniger Aufmerksamkeit bekommen die akute Ernährungsunsicherheit und die deutlichen Spuren des Klimawandels. Wetterextreme treffen die Menschen inmitten einer tiefen Wirtschaftskrise, die sich durch die COVID-19 Pandemie weiter verschärft hat. Das Ergebnis ist, dass es im ganzen Land an Nahrungsmitteln fehlt.

Mehr Infos über die Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Mo, 11. Juli 2022 (16-17 Uhr) – Ukraine

Bereits acht Jahre dauert der bewaffnete Konflikt im Osten der Ukraine nun schon an. Die Auswirkungen auf das Leben von Millionen von Menschen in den betroffenen Regionen sind erheblich. 2021 waren mehr als 3,4 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Davon sind über zwei Drittel Frauen und Kinder. COVID-19 verschärft die Krise. Hier darf nicht weggeschaut werden!

Mehr Infos über die Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Vergangene Veranstaltungen (Aufzeichnungen verfügbar)

Mo, 21. Februar 2022 (17-18 Uhr) – Sambia

Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden. Sehen Sie sich hier die Aufzeichnung an.

Beschreibung: Sambia, ein Binnenstaat im südlichen Afrika, ist für seine reiche Vielfalt an Flora und Fauna bekannt. Doch trotz dieses natürlichen Reichtums sind 1,2 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Schwere Überschwemmungen, anhaltende Dürreperioden, Ernährungsunsicherheit und geschlechtsspezifische Ungleichheit gehören zum Alltag der Bevölkerung. Die Klimakrise hat bereits schwerwiegende Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion und die Gesundheit. Wir laden Sie hiermit ein, an unserer Diskussion mit internationalen Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teilzunehmen.

17:00 Uhr - Begrüßung & Einführung
Britta Sophie Weck
Interkulturelle Coach und Moderatorin

17:05 Uhr - Impulse
Chikwe Antoinette M. M. Mbweeda
Landesdirektorin von CARE International in Sambia

17:10 Uhr - Diskussion
Chikwe Antoinette M. M. Mbweeda
Landesdirektorin für CARE International in Sambia
Rose Sakala
Vizepräsidentin für das südliche Afrika, Africa Liberal Network (ALN)

Moderation:
Britta Sophie Weck

18:00 Uhr - Ende der Diskussion

Nahaufnahme einer älteren Frau in Guatemala

Suffering in Silence 2021

Erfahren Sie, welche 10 Krisen in 2021 am wenigsten Schlagzeilen machten - und was wir dagegen tun können.

Vergessene Krisen